RAUS AUS DEN LÖCHERN!

 

Keine Lust mehr auf die miefige grüne Langweiler-WG mit lauter riechenden Leuten und langweiligen Spießern?
Bei uns wohnt man in großen, ruhigen Zimmern, teilweise mit gaaanz hohen Decken, Balkon und Aussicht in unseren Paradiesgarten. Die Alster ist gleich nebenan. So wohnen sonst nur Leute aus Hochglanzmagazinen! Und im Gegensatz zu denen, kannst Du immer auf einen stets gefüllten Kühlschrank voller Muntermacher zurückgreifen (sofern Du Deine Bierrechnung pünktlich begleichst). 

 

   

Hamburger Hochschulen

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Hamburger Impressionen: Die Reeperbahn

Wir Hamburger sehen sie als netten Ort für kostspieligen Zeitvertreib an, für alle anderen, die uns oft aus ganz Deutschland besuchen, ist sie der Inbegriff für die herrlichste Form der Unmoral.

Wer andere Ortschaften kennt, der weiß, daß wir mit unser "sündigsten Meile der Welt" wirklich etwas besitzen, das zumindest in Deutschland einzigartig dasteht. So kommt es natürlich nicht selten genug vor, daß wir als Ortskundige den staunenden Fremden einen kleinen Rundgang präsentieren.

Es folgt eine kleine Beschreibung wie solch ein Rundgang aussehen kann: Zuallererst wird standesgemäß mit dem Taxi an der Ostseite der Reeperbahn vorgefahren. Wer nicht vorgeglüht hat, ist selber schuld, denn der erste Anlaufpunkt hat es in sich: Das Clochard ist nämlich nur etwas für abgehärtete Seelen. Hartes Astra-Urtyp, knallharte Punk-Musik, noch knallhärteres Publikum und der beste Ausblick auf den Kiez laden zu den schönsten Gesellschaftsstudien ein, die man als Hobby-Soziologe so treiben kann.

Reeperbahn, wenn nichts los ist. Foto: Wikipedia

Ebenso beliebt, dafür ebenerdig ist das darauffolgende Lehmitz mit dem wohl längsten Tresen am Kiez. Nachdem die chronisch finanzielle Notlage an den höchstfrequentierten Geldautomaten der Bundesrepublik wieder beseitigt wurde, geht es weiter in Richtung Albers-Platz. Wer sich erfolgreich durch die, auf einen einstürmenden schönen Straßenmädels durchgekämpft hat, kann sich glücklich schätzen, alle anderen können sich nach einer kurzen "Romanze" gleich wieder an dem oben angesprochenen Geldautomaten anstellen. 

Am Albers-Platz wird so ziemlich alles mitgenommen was am Platze liegt (Vorsicht vor den Mädels mit den scharfen Klamotten!): Live-Musik in obervollen Irish Pubs und beste Schlagerstimmung auf Tischen tanzend im La Paloma, Albers Eck oder in der Rutsche. Wenn dann gar nichts mehr hilft, landet man in diversen Spelunken, in denen einen die - oft weiblichen - Wirte schon als Stammgäste begrüßen.

Oder es folgt ein kurze Abstecher in eine der zahlreichen Diskotheken rund um die Große Freiheit. Nicht versäumt wird ein Besuch im Goldenen Handschuh oder in der härtesten Kneipe der Welt, dem Elbschloßkeller. Des öfteren hat man dort ältere Frauen gesehen, die sich gegenseitig mit ihren Handtaschen verprügelten. Auch andere Skurillitäten standen dort stets an der Tagesordnung.

Hat man die Grenze der Unzurechnungsfähigkeit am frühen Sonntag Morgen überschritten, torkelt die Feiergemeinde -bewaffnet mit einigen Laufpils- zum allsonntäglichen Fischmarkt und in die tourischöne Haifischbar. Den zentralen Punkt des Fischmarktes bildet die Fischauktionshalle dortselbst. Sie ist Anlaufpunkt für arme Bustouristen, obdachlose St.Paulianer und natürlich für uns Kiez-Profis. Es treten dort diverse musikalische Kleinkünstler auf, die die alkoholvernebelte Masse noch zu letzten lustig anzusehenden Tanzeinlagen verleiten kann.

Nun denn, so wird dann gegen Sonntag Mittag, wenn die Auktionshalle ihre Pforten schließt, zum Haus zurück aufgebrochen. Daß es Germanen sind, die Kiezrekorde aufstellen, versteht sich von selbst. Der aktuelle Rekord liegt bei knapp 30 Stunden!

Das Geld ist dann zwar weg, aber den Spaß war es bestimmt immer wert. 

http://www.reeperbahn-reeperbahn.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Reeperbahn